Viel Rauch um Nichts

Es ist Sonntagmorgen 6.33Uhr. Ich kann nicht mehr schlafen. Davon abgesehen, dass meine Katzen scheinbar gerade ihre Lebensgeister zum 529.682.012ten mal wiedergefunden haben und diese lautstark zelebrieren..

Ich kann nicht mehr schlafen. Ein Gedanke jagd den nächsten. Bilder aus den Träumen flüchten in die Realität und nehmen ihren Platz ein.

Aber es ist Sonntagmorgen.

Schnell angezogen, setze ich mich ins Auto, mit einem dampfenden Kaffee und finde mich vier Stunden später an der Küste wieder.

Ja, das ist gut so!

Spätestens Montag werde ich hören, wie verrückt ich bin. Warum? Weil ich mein Auto dazu genutzt habe, wofür es bestimmt ist? Zum fahren. Ich fahre gerne und ich liebe mein Auto. Auf dem eingebauten Bett liegend, genieße ich die Fischsemmel und nippe an dem kalten Bier. Atme die Luft ein und tanke meinen Akku bis oben auf. Was ist dabei, sich glücklich zu fühlen und selber dafür zu sorgen und nicht zu warten, dass es andere tun? Dafür sie sind sie doch gar nicht zuständig – sondern ICH!

Monate später, zum Jahresbeginn beschließe ich von einem Moment auf den anderen: Ich ziehe um! Ich werde mein Leben neu ordnen und verbannen, was mir nicht gut tut! Ich werde dafür Sorge tragen, dass ich nicht stagniere und vorangehen kann. Ich vertraue mir und meinen Entscheidungen und vertraue dem Leben, dass alles gut ist und wird.

Kurz darauf höre ich von jeder Seite: Dann hast Du es ja noch weiter auf Arbeit, bist noch weiter von da und dort weg!; noch bevor irgendjemand weiß, warum ich mich so entschieden habe. Dass ich mich bewusst entschieden habe; dass ich mich immer bewusst entscheide.

Hört auf eure Angst auf Andere zu projizieren!

Ihr habt Angst? Dann fragt euch warum!

Ihr habt Bedenken? Dann überlegt, ob diese wirklich begründet sind oder sie euch angelernt wurden, von einer Gesellschaft, die in Bequemlichkeit und Massenhaltung abgerutscht ist.

Viel Rauch um Nichts..

‘Individualismus’ wird laut betont, wird überall benutzt, um hervorzuheben. Doch bestimmt ‘Individualismus’ diese Gesellschaft. Keineswegs. Die wenigsten leben ein Gesellschaftsunbestimmtes Leben.

Massenhaltung und Gesellschaft gehören zusammen, wie Füller und Tinte.

Ideen kommen aus dem Internet. Bequem von anderen kopiert und abgeändert, übernehmen wir sie und freuen uns “so anders zu sein”. Doch wer strengt wirklich noch seinen Kopf an?

Wer versteht die vorgelegten Zitate und Texte?

Wer fragt sich, warum sie gerade so positiv wirken, warum man sich verstanden dadurch fühlt?

Wer kratzt nicht nur an der Oberfläche, sondern nimmt sich die Zeit in die Tiefe zu gehen?

Wer richtet sich auf und geht los und entdeckt?

Wer lernt sich wirklich kennen?

Wer ist wirklich ‘Ich’?

Wie viele von uns sagen wirklich das, was sie denken und fühlen?

Viel Rauch um Nichts. Es wird sich an den falschen Ecken aufgeregt, an den falschen Ecken wird lediglich festgestellt und an so wenigen Ecken wird wirklich etwas getan; etwas unternommen. Etwas verändert. Etwas erschaffen.

Viele sind unzufrieden, unternehmen zumeist aus Angst nichts.

Aus Angst, zu versagen.

Aus Angst, es nicht verstanden zu haben.

Aus Angst, es gar nicht zu können.

Aus Angst……

Und diese Angst wird ganz schnell projiziert. Ich möchte es nicht nur auf meine Entscheidungen münzen. Es begegnet uns nahezu an jedem Tag, jedem. Und achtet ihr darauf, werdet auch ihr merken, wie selten ihr Anerkennung und Respekt für eure Entscheidungen und Handlungen bekommt, sondern wie es oft in Frage gestellt wird.

Kaum begegnen wir dem “Ich freue mich für dich! Ich wünschte, ich wäre mutiger, um das auch genießen zu können.”, was ehrlich wäre. Oder: “Es wäre nicht mein Weg, aber ich finde es gut, dass du es machst.” oder gar eine einfache Frage, ohne eigene Empfindungen, nicht feststellend: “Ja wie kommt es denn dazu? Was hat dich dazu bewegt?”

Denn wisst ihr, wie gut das tut, eine Entscheidung bewusst zu treffen und sich nicht von ‘Aber’, ‘ach und wenn’ und ‘es könnte ja’ abzuhalten? Es ist Balsam. Und bewusst bedeutet, dass sie genauso penibel durchdacht ist, wie alles im Leben, aber sich von Eventualitäten nicht abhalten zu lassen.

Viel Rauch um Nichts: Hört auf, euch von eurer Angst steuern zu lassen oder sie auf andere abzulagern. Hört auf die Dunkelheit des Lebens zu sehen und begebt euch im Chaos des Lebens auch mal an Orte, die total still sind und lauscht in euch, was ihr wollt.

Wenn ihr wisst, was ihr wollt und was euch gut tut, dann ist alles luftiger, alles leichter. Seid ehrlich zu euch, dann könnt ihr auch ehrlich zu anderen sein.

Und ja, ich mag jünger sein als ihr, ein anderes Leben haben, aber ich weiß was ich will und mag manches für euch komisch klingen, nicht von dieser Welt, verrückt sein… dann kann ich euch sagen: Ich lebe! Und ich lebe mein Leben und jeden Schritt sehr bewusst. Setze mich sehr intensiv mit mir auseinander und nehme euch mit jeder Faser wahr.

Denn ich lebe 🙂


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