Wenn die Käfer wieder schwirren..

Reihe um Reihe haben sich bunte und glänzende „Insekten“ aufgestellt. Doch nicht nur sie. Zu ihnen gesellen sich, unter anderem „Ponys“ und deren Halter. Ein Stück weiter sind Kisten aufgebahrt. Gelenke und „Ersatzaugen“ tummeln sich darin.

Ein ganz normaler Oldtimer- und Teilemarkt.

Nicht wenige Interessierte und Freunde des Automobils tummeln sich in den Reihen. Lassen ihre Fantasie los oder liebäugeln ernsthaft, ernten jedoch den bösen Blick der Frau oder den Hinweis „Das können wir uns nicht leisten! ..und überhaupt, was willst du mit so einem Ding! Unser Toyota fährt noch super!“. Bevor Erklärungsnot ganz in die Knie zwingen würde, belässt er es bei einem „schweigenden Nicken“. Damit ist die Sache aber noch nicht vom Tisch..

Sie haben viele Fans, die kleinen Insekten im Metallgewand. Man könnte schon fast meinen, dass sie das Masgottchen der deutschen Oldtimerszene geworden sind. Zumindest als Laie betrachet. Dabei ist diese mittlerweile so bunt und so groß gewachsen und so breit gefächert, dass es voreingenommen wäre, würde man sie auf ein paar wenige Fahrzeuge reduzieren. Doch man erkannt deutlich Trends und kann sagen: Die Szene ist tierlieb. 🙂 Käfer, Mustang und natürlich Surferboy ‚Bulli‘ liegen vorne und werden immer personalisierter wieder auf die Straße geschickt.

Ich liebe es über Teilemarkte und diverse Treffen zu schlendern, den Geruch aufzusaugen und vom Rande aus schauend, das bunte Treiben wahrzunehmen. Es geht zu, wie auf einem Ameisenhaufen. Und es ist kein Geheimnis, dass nicht nur ein Wagen besonders ins Blickfeld springt und man seinen Kredit sofort neu kalkuliert und sich selber zweierlei gut zuredet: „..jeder zweite ist mit einem höheren Kredit verschuldet, also warum nicht!?“ – „Sei vernünftig! Dein Schwarzer Peter braucht es dringender als so ein alltagsuntaugliches Mobil, was die Hälfte der Zeit steht!“

Es wäre ja nicht unbedingt der gemütliche, bereits ans Auge gewöhnte Oldie, muss ich gestehen.. Und eigentlich nicht nur einer.. 🙂

Es sind schnelle Flitzer, die mein Herz über dem Normalbereich extrem schlagen lassen. Es sind die Flitzer, die sogar mein Farbspektrum in puncto Karossen erweitern und mich in einen „Oh mein Gott“-Sabbermodus versetzen. Das Himmelreich hierfür fand ich bei Special Cars Berlin.

Den Sommer 2018 über erweiterte ich jedoch nicht nur die Farbpalette, sondern gewann vom Ford Mustang deutlich Abstand. Nah am Wagen lernte ich Charaktere kennen, zu denen ich wenig bis nie Kontakt hatte. Nun gehören sie irgendwie dazu und sind vertraut.

Treffen über Treffen, Rennen über Rennen. Doch nicht nur die amerikanischen Schönheiten füllten einen sehr heißen und bunten Sommer.

Durch Werkstatt und Co. bleibt der Bezug zu VW nicht aus und so sind und bleiben es auch immer die deutschen Oldies, welche ins Sichtfeld rücken. So schaue ich auch gerne den Händen meines Mechanikers beim 1er Golf steuern auf der Rennestrecke zu und genoss, nicht nur im letzten Jahr, die PS-Schleudern beim Pfingstreffen in Bautzen und lernte den ein oder anderen im Nachgang mehr oder weniger persönlich kennen.

Es ist Urlaub.

Wenige Frauen verstehen das, was kein Vorwurf ist, aber dort an der Strecke oder zwischen Kisten voller Teile und den Sitzkreisen aus Klappstühlen, mit philosophierenden Mechanikern und Liebhabern der zahlreichen Brummis, da ist für mich die Welt in Ordnung. Es ist Urlaub.

Ich schlenderte viel über Auto-Meilen und gönnte mir hier und da Essen und Getränk und setzte mich damit in ein schattiges Plätzchen und beobachtete und nahm diese zahlreichen Details war. Diese zahlreichen Details, die jeden Wagen individuell werden liesen. Die ihn zu seinem Besitzer gehören lassen. Diese Details, die Blicke auf sich ziehen lassen.

Die Atmosphäre ist bei jedem Treffen und Rennen individuell und es waren nicht wenige.. Aber dennoch löst es immer das gleiche Gefühl aus. An der Strecke sitzend, gehen meine Gedanken niemals wandern. Mein Auge blickt entweder zielgerichtet durch den Sucher meiner Kamera oder meine Augen verfolgen beide, bei einem kühlen Bier, Wagen um Wagen.

Bei einem Mittag- oder Abendsnack, beobachte ich gerne die Besucher. Besonders zwischen amerikanischen Oldtimern ist die Rockabilly-Szene gut Zuhause und nicht wenige leben diesen ‚amerikanischen Traum‘ auf der anderen Seite der Erdkugel.

Im letzten Jahr war ich mittendrin, mehr denn je!

Ich fand mich in einer Welt wieder, die durch Zufall nun ein großer Teil geworden ist und wie eine Art Heilmittel wirkt und wirkt und eben auch bewirkt, dass ein Winter endlos lang erscheint.

Nun bekommt man die ersten Rennbestätigungen, sieht die ersten Wagen wieder auf der Straße, weiß um die vielen Termine im Sommer, die bereits fest notiert sind und der Schwarze Peter fährt auch langsam dem Sommermodus entgegen.

Wie eine Blüte, blüht mein PS-Herz gerade wieder auf und ist voller riesiger Vorfreude und bereits mit diesem Samstag beginnt wieder das große Gebrumme.

Alles neu macht der Mai – dann gehts wieder richtig los! 🙂

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